Streitschlichtung vor Rechtsstreit.

19. November 2021

In Deutschland tut sich was in Sachen Streitkultur. Mediation wird mehr und mehr als erfolgreiches Instrument in der Konfliktklärung wahrgenommen und eingesetzt.

Diese positive Entwicklung wird durch das Feedback von Beteiligten einer Mediation noch verstärkt. Immerhin äußern sich über 90% der Teilnehmenden von Mediationsprozessen zufrieden mit dem Verlauf und Ergebnis des Verfahrens. Bei Gerichtsprozessen liegt dieser Wert bei gerade einmal 30%.

Da verwundert es nicht, dass auch Rechtsschutzversicherungen vermehrt auf diese Form der Streitbeilegung setzen. Die Vielfalt der Anwendungsbereiche, der Zeitfaktor und nicht zuletzt die sehr überschaubaren Kosten machen es attraktiv über diesen Weg nachzudenken, bevor ein Konflikt vor Gericht ausgetragen wird. Prozesskosten belaufen sich in 2 Instanzen schnell auf 6.000 Euro und mehr. In die Mediation investieren die Parteien hingegen nur einen Bruchteil dieses Betrags.

Positiv zum Einsatz von Mediation trägt auch die Unterstützung des Gesetzgebers bei. So ist 2012 ein vom Bundesjustizministerium verfasstes Mediationsgesetzt in Kraft getreten. Seither ist sowohl das Mediationsverfahren als auch die Pflichten von Mediatoren gesetzlich definiert.

Daher sollten Streitparteien bei der Auswahl eines Mediators immer darauf achten, dass es sich um einen zertifizierten Mediator nach dem Mediationsgesetz handelt. Bei dieser Qualifikation können die Parteien sicher sein, dass der Anbieter sowohl über eine entsprechende fachliche Ausbildung verfügt und auch die gesetzlichen Qualitätsstandards zum Ablauf eines Mediationsverfahrens berücksichtigt.

Streitschlichtung vor Rechtsstreit.